Tischkreissäge – 5 wichtige Tipps für Anfänger

Sei es beim Sägen von Paneelen, Feuerholz und Laminat, im Bereich des Möbelbaus, auf der Baustelle oder in der Tischlerei – eine gute Tischkreissäge liefert saubere und exakte Schnitte. Darüber hinaus ist sie genauso für kleinere wie auch für größere Werkstücke geeignet.
Die Tischkreissäge ist also sowohl bei Profis als auch im Heimwerkerbereich eine allseits geliebte und vielseitige Maschine. Hat man sich mit ihren Funktionen und Möglichkeiten erst einmal vertraut gemacht und das eine oder andere Werkstück geschnitten, so erweist sie sich schnell als unverzichtbares Hilfsmittel.

Doch der richtige Umgang mit der Tischkreissäge sollte gerade dem Anfänger vor Augen geführt werden. Denn die Säge ist wie jede andere nicht ungefährlich, sodass folgende Tipps hilfreich sind.

5 Tipps für Tischkreissägen-Anfänger

Im Folgenden finden Sie 5 wichtige Tipps, die man vor dem Gebrauch einer Tischkreissäge wissen sollte.

Tipp 1 – Tischkreissäge nur mit Spaltkeil benutzen

Das Arbeiten mit einer Tischkreissäge kann durchaus gefährlich sein. Daher ist es wichtig, sich über das Thema Spaltkeil zu informieren. Generell gilt, dass ein Spaltkeil immer vorhanden sein sollte, da er Schutz vor Verletzungen bietet. 

Was bewirkt der Spaltkeil?

Die kurz hinter dem Kreissägeblatt sitzende Sicherheitsvorrichtung verhindert, dass sich das Werkstück im Sägeblatt verkeilt und das Werkstück, wie z. B. Holz, in die Richtung des Anwenders geschleudert wird (Rückschlag). Oftmals passiert es gleichzeitig, dass auch die Hand durch die Krafteinwirkung in Richtung des drehzahlstarken Sägeblattes gezogen wird (siehe unten Video-Anfang), was schlimmste Verletzungen nach sich ziehen könnte.

Außerdem dient der Spaltkeil dazu, die Schnittfuge freizuhalten und schließt ein unbeabsichtigtes Berühren von hinten aus. Man sieht, welche Bedeutung dieses kleine Bauteil für die sichere Nutzung einer Tischkreissäge hat.

Tipp 2  Schutzhaube nutzen, wenn möglichTipp 3  Durchgehender und kurzer ParallelanschlagTipp 4  Keine untermotorisierten Tischkreissägen verwenden

Tipp 2  Schutzhaube nutzen, wenn möglichTipp 3  Durchgehender und kurzer ParallelanschlagTipp 4  Keine untermotorisierten Tischkreissägen verwenden

Tipp 5 – Das richtige Sägeblatt

Diese Frage stellen sich nicht nur Tischkreissägen-Neulinge, sondern auch Profis immer wieder. Denn auf dem Markt befinden sich Hunderte von unterschiedlichen Sägeblättern, die alle ihren speziellen Zweck erfüllen. Zunächst klären wir jedoch, welche Angaben auf einem Kreissägeblatt zu finden sind. Dazu folgendes Beispiel:  190 | 3,3 | 30 | 56

Die 190 mm gibt den Durchmesser des Sägeblattes (von Zahn zu Zahn) an. 3,3 mm entspricht der Schnittbreite sowie 30 mm für die Innenbohrung steht. (siehe Bild)

Des Weiteren sagt einem die 56, dass das Sägeblatt 56 Zähne besitzt, oft auch mit einem T versehen (engl. für teeth=Zahn).

Sägeblatt Angaben zu Durchmesser, Schnittgeschwindigkeit, Bohrung, Anzahl der Zähne, Schnittbreite
Beispiel-Angaben zu einem Sägeblatt

Angaben zur max. Dreh- oder Schnittgeschwindigkeit sowie die Laufrichtung kann man hier ebenfalls unter Umständen finden. Auf dem Bild ist „min-1 max. 6.000“ zu erkennen, was der max. Umdrehungszahl pro Minute entspricht. 

Die Abkürzung „HM“ sagt einem, dass die Zähne aus Hartmetall sind. Diese werden auf das eigentliche Blatt aufgelötet. „HM“-Sägeblätter teilen die Eigenschaft, dass sie lange scharf bleiben und dadurch eine hohe Standzeit gewähren.

Wie viel Zähne braucht das Sägeblatt?

Das kann man nicht pauschal sagen, weil es abhängig vom Material und der dicke des Werkstückes ist. Es ist also von Fall zu Fall unterschiedlich.

Einteilung der Sägeblätter nach Zähne:

  • grobes Blatt: um die 20 Zähne
  • feineres Blatt: 40 bis 50 Zähne
  • sehr feines Blatt: 60 bis 80 Zähne

Wenn man sehr unterschiedliche Materialien schneidet, ist man mit einem Sägeblatt, das um die 42 Zähne hat, gut beraten.

Ebenfalls ist es wichtig zu wissen, dass die max. Materialstärke von der Schnitthöhe und damit vom Durchmesser des Sägeblattes abhängt.

Zudem sollte das Sägeblatt ca. 1/3 beim Sägen über dem Werkstück liegen (siehe Bild). Das liegt daran, weil die Sägezähne die Späne sonst nicht akkurat abführen können (Spanabfuhr). In der Folge passiert es oft, dass z. B. Holz verbrennt oder die Ausrisse zu stark sind und somit die Schnittqualität leidet.

Richtige Höhe des Sägeblattes, korrekte Spanabfuhr

Muss man beim Sägen  zu viel Kraft aufwenden bzw. stark drücken, dann stimmt etwas nicht. Es könnte sein, dass das Sägeblatt unscharf ist oder ein falsches Blatt für das Werkstück verwendet wird.

Fazit zur Wahl des Sägeblattes:

Bei der Wahl des richtigen Sägeblattes kommt es auf die Art des Materials sowie die Materialstärke an. Mit einem Wechselzahnblatt mit 42 Zähnen ist man universell aufgestellt.

Ein Sägeblatt mit Trapezzahn sollte für furniertes Holz genommen werden. Mit einem Trapezhohlzahn können hingegen furnierte und beschichtete Oberflächen, aber auch Acryl geschnitten werden.

Sind Sie sich unsicher, welches Sägeblatt Sie brauchen für Ihr Vorhaben? Dann informieren Sie sich beim Experten vor Ort oder im Internet.

Auswahl beliebter Tischkreissägen

Bewertung:
4.5/5

Preis: 800,01 €

Bosch GTS 10 XC

- 2.100 Watt
- Sägeblatt-Ø: 254 mm
Bewertung:
3.7/5

Preis: 279,00 €

Bosch PTS 10

- 1.400 Watt
- Sägeblatt-Ø: 254 mm
Bewertung:
3.7/5

Preis: 109,99 €

Einhell TC-TS 2025/1

- 2.000 Watt
- Sägeblatt-Ø: 250 mm
Jetzt teilen!
Share on facebook
Facebook
Share on google
Google+
Share on twitter
Twitter
Share on linkedin
LinkedIn

Bewerte diesen Artikel : )

Vergebe bis zu 5 Sterne

Durchschnittsbewertung / 5. Anzahl:

Kommentar verfassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.