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Kappsägen Ratgeber - Jetzt umfassend informieren!

Die Kappsäge gehört in jede gut sortierte Werkstatt, aber auch auf Baustellen wird sie oft genutzt. Dabei wurde die klassische Kappsäge längst durch die Zug-Kapp-Gehrungssäge (Posaunenauszug) ersetzt, welche eine größere Schnittkapazität ermöglicht. 

Gründe, die für die Anschaffung sprechen, sind z. B. das schnelle und wiederholgenaue Ablängen von sämtlichen Weich- und Harthölzern, Metallen und weiteren Werkstoffen, weshalb sie gerne beim Verlegen von Parkett bzw. Laminat oder beim Zusägen von Brennholz, Fußleisten oder Aluprofilen zum Einsatz kommt.

Darüber hinaus sind Gehrungssägen mobiler, leichter und kompakter als Tischkreissägen, sodass sie unter anderem leicht verstaut werden können. Außerdem lassen sich präzise horizonatle wie vertikale Gehrungsschnitte durchführen. 

Insgesamt bietet eine Kappsäge eine gelungene und sichere Kombination aus Präzision und Arbeitssicherheit.

Inhaltsverzeichnis

Die 10 meistgekauften Kappsägen

Sie möchten erfahren, welche Modelle beliebt sind? Im Folgenden stellen wir Ihnen die 10 Kappsägen vor, die am häufigsten gekauft werden. Sie besitzen die meisten Kundenbewertungen und überzeugen in der Regel mit einem soliden Verhältnis von Preis & Leistung. Mit diesen kann man unter Berücksichtigung der eigenen Bedürfnisse nicht viel falschen machen.

Haben Sie also noch keinen genauen Überblick, so können Ihnen die folgenden 10 Modelle bei der Entscheidung weiterhelfen! 

Einhell Kapp- und Gehrungssäge TC-SM 2131 Dual, 1.800 Watt, Sägeblatt Ø 210 mm

ab 114,95 €

inkl. 19% gesetzlicher MwSt.
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Einhell Akku-Kappsäge 18V TE-MS 18/210 Li-Solo Power X-Change | 3.000 U/min ✔ max. 60 mm ✔

ab 124,95 € 159,95 €

inkl. 19% gesetzlicher MwSt.
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Metabo Kappsäge KGS 216 M mit Zugfunktion und 1.500 Watt

ab 151,50 €

inkl. 19% gesetzlicher MwSt.
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Ryobi Akku-Kappsäge 18 Volt EMS190DCL | Ø 190 mm, 6,8 kg, 24 Zahn

ab 196,70 € 196,80 €

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Evolution Kapp-Gehrungssäge FURY 3XL, 2.000 Watt, 255 mm, 24 Zahn

ab 206,21 € 211,10 €

inkl. 19% gesetzlicher MwSt.
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Metabo Kappsäge KGS 254 M, Sägeblatt Ø 254 mm, 1.800 Watt

ab 249,95 €

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Metabo Akku Kappsäge 18V KGS 18 LTX 216 | 13,6 kg ✔ max. 305 mm ✔ 40 Zahn-HM-Sägeblatt

ab 289,00 € 546,21 €

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Bosch Professional Zug-, Kapp- und Gehrungssäge GCM 8 SJL mit 1.600 Watt, Sägeblatt-Ø: 216 mm

327,25 € 329,00 €

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Metabo Zug,- Kapp- und Gehrungssäge KGS 305 M, 2.000 Watt, Sägeblatt 254 mm & Laser

ab 353,99 €

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Dewalt 18V Akku-Paneelsäge DCS365N | Nur 11,5 kg, 50 mm Schnitttiefe

ab 419,99 € 439,99 €

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Einsatzgebiete der Kappsäge

Die Kappsäge schließt die Lücke zwischen der klassischen, starren Tischkreissäge und der Handkreissäge. So lassen sich kleine und mittelgroße Zuschnitte mit hoher Präzision herstellen. Das Schneiden von Gehrungen geht besonders leicht von der Hand. Damit gemeint sind schräge Schnitte zum Beispiel im 45°-Winkel.

Was heißt „Kappsäge“ eigentlich auf Englisch?

Im Englischen werden wie im Deutschen mehrere Begriffe verwendet. Je nach dem, was man genau ausdrücken möchte. Es wird zwischen der klassischen Kappsäge – auf Englisch „chop saw“ – und der Kapp-Gehrungssäge – auf Englisch „miter saw“ – unterschieden.

Ein Anwendungsbeispiel ist das Verlegen von Parkett bzw. Laminat. Die einzelnen Zuschnitte müssen exakt ineinander passen, um keine offenen Stellen zu hinterlassen. Hier kann die Säge ihre Genauigkeit ausspielen. Aus diesem Grund wird der Begriff Paneelsäge oft als Synonym für Kappsäge verwendet. Auch Leitungskanäle in der Industrie lassen sich problemlos zuschneiden, ohne eine größere Maschine zu beanspruchen. Für den Hobby-Schreiner ist eine qualitativ hochwertige Kreissäge ebenfalls von großem Wert.

Ob es nun um Bilderrahmen, Zaun- oder Dachlatten, Terrassendielen, Parkett, Sockelleisten, Aluminium-Profile oder Brennholz geht – die Einsatzgebiete sind sehr breit gefächert. Darüber hinaus sorgen spezielle Sägeblätter dafür, dass immer mehr Materialien mit einer Kapp- und Gehrungssäge geschnitten werden können.

Wie ist eine Kappsäge aufgebaut?

 
Aufbau einer Kappsäge
Aufbau einer Kappsäge mit Zugfunktion

Welche Materialien lassen sich mit einer Kappsäge schneiden?

Mit einer Kappsäge können grundsätzlich alle möglichen Materialien zugeschnitten werden. Ausschlaggebend dafür ist das verwendete Sägeblatt. Wollen Sie harte Werkstoffe wie Baustahl zuschneiden, ist ein Sägeblatt mit vielen kleinen Zähnen erforderlich. Je weicher der Werkstoff, desto größere und wenigere Zähne können verwendet werden. Beim Zuschneiden von Holz kommt das Sägeblatt mit den klassischen spitzen Zähnen zum Einsatz. Sogar das Schneiden von Stein ist mit dem richtigen Sägeblatt kein Problem.

Typische Holz-Werkstücke für Querschnitte:

Welches Holz mit der Kappsäge sägen
  1. Sockelleiste
  2. Parkett
  3. Kantholz
  4. Dachlatte
  5. Terrassendiele
  6. Zaunlatte

Die Wärmeabfuhr begrenzt das Einsatzgebiet. Das Zertrennen von Metall bewirkt eine große Hitzeentwicklung. Das Sägeblatt wird heiß, die Materialeigenschaften verändern sich und die Sägezähne brechen. Abhilfe schafft die Kühlung mit Kühlschmierstoff. Die Flüssigkeit führt Wärme vom Sägeblatt ab und schmiert beim Schneidevorgang. 

Das Sägen von Metall dauert länger und benötigt mehr Leistung, wodurch der Motor heiß laufen kann. Arbeitspausen sind die Folge. Ein Wert, ab dem die Leistung einer Kappsäge für die Metallbearbeitung geeignet ist, bleibt schwierig zu definieren. Mindestens 1.500 Watt sollten es aber sein, um ernsthaftes Arbeiten mit Metall zu ermöglichen. Welche Kappsäge nun für Alu, Laminat oder andere Werkstoffe die richtige ist, hängt jedoch vielmehr vom verwendeten Sägeblatt ab als von der Motorleistung.

Welche Schnitte mit der Kapp- und Gehrungssäge möglich sind

Mit einer Kappsäge sind verschiedenste Schnitte durchführbar, sodass sich kleine wie große Projekte realisieren lassen. Das ist einerseits durch den neigbaren Sägekopf möglich. Andererseits ist der drehbare Tisch dafür verantwortlich.

Kappsäge Schnittarten horizontaler vertikaler doppelter Gehrungsschnitt
Die 4 Schnittarten bei der Kappsäge

Diese 4 Schnitt-Arten sind zu unterscheiden:

So sieht der klassische, gerade Schnitt im 90-Grad-Winkel ohne Gehrung aus (Bild, links). Genutzt wird dieser Schnitt zum Ablängen von Werkstücken jeder Art, wie z. B. Parkett, Paneele, Kanthölzer.

Für diesen Schnitt (Bild, 2. links) wird der Drehteller der Säge in einen 45-Grad-Winkel gebracht. Das Resultat beim Sägen ist ein klassischer horizontaler Gehrungsschnitt mit 45-Grad-Winkel. Er wird bei Eckverbindungen benötigt, wie z. B. bei Torverstrebungen, Rahmenhölzer, generell im Möbelbau.

Löst man die Arretierung und neigt den Sägekopf der Kappsäge, so lässt sich ein vertikaler Gehrungsschnitt ausführen (Bild, 3. links). Gebraucht wird dieser z. B. beim passgenauen Zuschnitt von Fuß-, Sockel- und Deckenleisten, Rahmenhölzer.

Der Doppelte-Gehrungsschnitt stellt eine Kombination aus horizontalem und vertikalem Gehrungsschnitt dar (Bild, rechts). Er wird auch als Schifterschnitt im Fachjargon bezeichnet. Gebraucht wird dieser unter anderem bei schwierigen Rahmenkonstruktionen oder Dachschrägen (Pyramiden).

Vor- und Nachteile

Kappsägen bieten beim Einsatz des korrekten Sägeblattes saubere und präzise Schnitte. Selbst billigere Maschinen sind oft mit einem Laser ausgestattet, der den Schnittverlauf anzeigt. Millimetergenaue Schnitte werden mit einem gut justierten Laser so ermöglicht. Die meisten Modelle lassen das Verstellen des Schnittwinkels (Gehrung) zu. Bei einmaliger, genauer Justierung sind winkelgenaue Schnitte also kein Problem. Sowohl der Tisch als auch der Sägekopf bieten – je nach Ausführung der Maschine – eine Möglichkeit, den richtigen Winkel einzustellen. Dann können horizontale, vertikale oder doppelte Gehrungsschnitt bewerkstelligt werden. Bei Maschinen, deren Motor rechts oder links vom Sägeblatt sitzt, sind meist nur Kippbewegungen in eine Richtung möglich.

Die Arbeitsgeschwindigkeit bewegt sich in einem sehr hohen Bereich. Kappsägen in der Industrie sind sogar in der Lage, das Werkstück pneumatisch festzuspannen, um Zeit zu sparen.
Teurere Zug-,Kapp- und Gehrungssägen mit Untergestell besitzen in der Regel eine Spezialfunktion. Der Tisch der Säge lässt sich umdrehen und der bewegliche Sägekopf fixieren. Die Kappsäge wird mit wenigen Handgriffen zur Tischkreissäge. Der mobile Gebrauch von Kappsägen ist ebenso unproblematisch, insbesondere bei leichten Modellen. Die Geräte lassen sich oft zusammenklappen und mit wenig Aufwand transportieren. Das bietet für Hand- und Heimwerker einen deutlichen Mehrwert.

Ist die benötigte Länge des Schnitts größer als der Sägeblattdurchmesser, kommt eine mobile Säge allerdings schnell an ihre Grenzen. Kappungssägen mit Zug-Funktion schaffen hier jedoch Abhilfe. Eine Bewegung des Sägekopfes ist hier nicht nur nach oben und unten möglich. Das Ziehen oder Schieben in Schnittrichtung verlängert die mögliche Schnittbreite deutlich.
Richtig gute Maschinen besitzen allerdings einen hohen Anschaffungspreis. Zusatzfunktionen treiben diesen schnell in für Hobbyhandwerker unrentable Höhen.

  • Vorteile
  • präzise Gehrungsschnitte aller Art
  • schnelles Ablängen von Werkstücken
  • ideal für Parkett- bzw. Laminatverlegen
  • benötigt wenig Platz & Stauraum
  • Zug-Funktion ermöglicht das Sägen von breiteren Werkstücken
  • Werkstück muss nicht wie bei der Tischkreissäge per Hand geführt werden, was mehr Sicherheit bedeutet
  • Preislich günstiger als Tischkreissäge
  • Nachteile
  • Begrenzung der Werkstückgröße bei Längs-, Quer- und Gehrungsschnitten

Welche Kappsäge-Arten gibt es?

Es gibt verschiedene Formen von Kappsägen. Die reine Kappsäge lässt sich nur für das Ablängen von Werkstoffen, wie Hart- oder Weichholz, Metall oder Kunststoff verwenden. Das Sägeblatt bewegt sich nach oben und unten, was gerade und vor allem präzise Abschnitte ermöglicht. Ist ein drehbarer Tisch vorhanden, können noch horizontale Gehrungen gesägt werden.

Eine Kappsäge mit Gehrungsfunktion ist gewöhnlich für Schnittwinkel von -45 bis 45 Grad einstellbar. Bei Kappsägen mit kippbarem Sägekopf können sogar vertikale Schnitte mit exaktem Winkel ausgeführt werden.

Die Zug-Kapp-Gehrungssäge ist eine Kombination aus Kapp- und Gehrungssäge mit der Zusatz-funktion, den Sägekopf in Schnittrichtung bewegen zu können. So sind neben der verlängerten Schnittlänge auch präzise Teilschnitte, die nur bis zu einem bestimmten Punkt im Werkstück gehen, kein Problem. Diese Modelle werden auch als Kappsäge mit Posaunenauszug bezeichnet.

Eine manuelle Gehrungssäge ist im Unterschied zur Kappsäge auf die Muskelkraft und Ausdauer des Handwerkers angewiesen. Der fehlende maschinelle Antrieb verringert die Arbeitsgeschwindigkeit deutlich.

Bekannte Hersteller

Die größten Anbieter von Zug-, Kapp- und Gehrungssägen heißen Makita, Metabo, Bosch und Einhell. Modelle dieser Hersteller sind in allen Preisgruppen zu haben. Von der billigen Maschine für unter 100 Euro bis hin zur Profikappsäge für 2.000 Euro ist für jedes Budget etwas dabei. Metabo scheint sich besonders auf die Herstellung von Kappsägen spezialisiert zu haben. So liegen in zahlreichen Tests Kappsägen dieses Anbieters vorne. Metabo zeigt, dass Qualität mit fairen Preisen kombiniert werden kann. Eine eindeutige Vormachtstellung eines Herstellers zeigt sich nicht.

Jedoch findet sich mit der Festool KAPEX KS 60 E ein Modell, dass im Internet mit die besten Bewertungen erhält. Das ist auffällig, da Festool schon mit der Tauchsäge TS-55 REBQ ein Testsieger-Modell auf den Markt brachte.

Wo kann man eine Kappsäge kaufen?

Kappsägen können auf unterschiedlichem Wege erworben werden. Es gibt den örtlichen Baumarkt oder den größeren Supermarkt. Oder man möchte sparen und kauft eine gebrauchte Säge. Mittlerweile ist das Internet fest in den Haushalten angekommen, sodass Gehrungssägen auch bequem von Zuhause aus bestellt werden können.

Baumarkt, Discounter & Mieten

Für gewöhnlich kauft ein Heimwerker preisorientierter ein als der Profi oder Handwerker. Baumärkte kombinieren eine große Auswahl (Tipp: Hornbach) mit ggf. guter Beratung. Zu Beachten gilt, sich keine teurere Maschine aufschwatzen zu lassen, als in der eigenen Werkstatt benötigt wird. Billige Produkte können für die sporadische Benutzung ausreichen, größere Projekte ziehen sich mit schlechten Sägen unnötig in die Länge. Der Kauf einer Kappsäge vom Discounter stellt in den meisten Fällen keine gute Wahl dar. Maschinen, die für ca. unter 60 Euro angeboten werden, sparen an Material und Qualität. Wackelige Plastikgestelle, billige Sägeblätter und mangelnde Sicherheitsmechanismen vermiesen den Spaß an der Arbeit. In Einzelfällen mag das nicht zutreffen, in der Regel lohnt es sich, etwas mehr Geld auszugeben.

Manche Ketten für Handwerksbedarf bieten auch an, Werkzeuge für eine bestimmte Zeit auszuleihen. Die Benutzung einer gemieteten, qualitativ hochwertigen Maschine kann sich bei einmaliger Benutzung lohnen. Alles, was darüber geht, steht in keinem Verhältnis zu Kappsägen mit gutem Preis-Leistungs-Verhältnis. Vom mehrmaligen Mieten ist also abzuraten. Meist bleibt es nicht bei einem Projekt und dann stellt sich die Frage, ob ein Kauf nicht doch die bessere Wahl ist.

Was kostet es, eine Kapp- und Gehrungssäge zu mieten?

Nach einer kurzen Internet-Suche finden sich diverse Möglichkeiten, eine Kappsäge zu mieten. Erste Anlaufstelle sind die lokalen Baumärkte, danach folgen Internetanbieter und weitere Händler bzw. Mietgelegenheiten. Fest steht jedoch: Wer eine Kappsäge mieten bzw. leihen möchte, muss teilweise tief in die Tasche greifen. Vor allem die Preise von Obi und Boels sind ordentlich. Zudem kommt hier noch eine Kaution dazu, die man zwar zurückerhält, jedoch erst einmal aufgebracht werden muss.

Kappsäge gebraucht erwerben

Der Kauf einer gebrauchten Kappsäge lockt mit günstigen Preisen für Qualitätsprodukte. Zu beachten gibt es dennoch einige Kriterien. Zum Beispiel steht die Arbeitssicherheit an erster Stelle. Immer wieder gibt es Handwerker, denen Arbeitsgeschwindigkeit wichtiger ist als die eigene Gesundheit. Zweihandschaltungen werden überbrückt, Schutzhauben abgeschraubt oder Beschädigungen notdürftig repariert.

Prüfen Sie, ob die Säge dem Originalzustand entspricht. In kleinen Handwerksbetrieben werden oft die Zuleitungen in Mitleidenschaft gezogen. Falls die Isolierung des Kabels beschädigt ist oder laienhaft geflickt wurde, ist kein sicheres Arbeiten an der Maschine möglich. Eine Elektrofachkraft kann zwar den Schaden reparieren, was wiederum Geld kostet.

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Gebrauchte Kappsägen auf eBay

Kappsägen gebraucht auf eBay

Der Online-Handelsplatz eBay ist zusammen mit eBay-Kleinanzeigen immer noch die erste Anlaufstelle, wenn man sich überlegt, eine gebrauchte Kappsäge zu kaufen. Hier lassen sich – je nach Modell – mehrere Hundert Euro sparen. Neben dem Gebrauchtkauf bietet sich auf ebay auch die Variante des Ersteigerns. Hier könnte sich nochmals eine Preisersparnis ergeben, sofern wenig Mitbieter vorhanden sind. 

Egal, ob eine Gerhrungssäge von Makita, Dewalt, Bosch, Festool, Eisele, Scheppach, Metabo oder eines anderen Herstellers – mitunter lassen sich gebrauchte Geräte in gutem bis sehr gutem Zustand finden. Darüber hinaus entdeckt man auch Anzeigen, bei denen die Kappsäge generalüberholt wurde. In jedem Fall sollte man sich die Produktdetails und Produktbeschreibung gut durchlesen. Von Angeboten ohne Bilder oder mit schlechten Aufnahmen gilt es, Abstand zu nehmen.

Die Vorteile beim Kauf im Internet

Zahlreiche Vergleiche im Internet stellen die unterschiedlichen Modelle und Hersteller vor. Bequemerweise wird der Leser gleich auf Verkaufs-Portale geführt. Die Links führen nicht immer zu den billigsten Angeboten. Es gibt keine Garantie, dass der Test unabhängig und fair durchgeführt wurde. Produkte können platziert worden sein.

Wer sich eine Kappsäge aus dem Internet kaufen will, sollte zahlreiche Vergleiche studieren, authentische Videos ansehen und sich eine eigene Meinung bilden. Diverse Seiten für Preisvergleiche helfen, das günstigste Angebot zu finden.

Darüber hinaus kann die Säge aufgrund des 14-tägigen Widerrufsrechts ohne die Angabe von Gründen, also auch bei bloßem Nichtgefallen, zurückgesendet werden. Das geht beim Kauf einer einwandfreien Kappsäge im Baumarkt nicht so einfach.

Profi-Kappsägen

Berufstätige, bei denen die Verwendung einer Kappsäge zum täglich Brot gehört, stellen andere Anforderungen als Hobby-Handwerker. Zeit ist Geld, die Arbeitsgeschwindigkeit zählt zu den wichtigsten Kriterien. Pneumatische Spannelemente, hohe Schnittgeschwindigkeit und sauber ausgeführte Schnitte helfen, Zeit einzusparen. Der hohe Preis für diese Funktionen zahlt sich durch den ebenso hohen Stundenlohn schnell aus. 

Der Profi verlässt sich auf genaue Winkel, schnellen Sägeblattwechsel und eine Absaugung, die die Reinigung erleichtert. Ab 1.000 Euro sind Kapp-Sägen zu haben, die diese Merkmale besitzen. Gute Verarbeitung, wertige Materialien und hohe Leistung zeichnen Maschinen für den Profi aus. 

4 Profi-Kappsägen im Vergleich

Ein übersichtlicher Vergleich bietet die Möglichkeit, auf einem Blick die wichtigsten Kennzahlen zu erfassen. Das ist sehr hilfreich, gerade wenn man sich bei der Wahl nicht sicher ist. Natürlich gibt es eine Vielzahl an professionellen Modellen, die wir hier jedoch nicht alle miteinander vergleichen können. Dementsprechend haben wir eine Auswahl getroffen und die Profi-Kappsägen verglichen, die am besten bewertet wurden.

Dewalt DWS780

Sägeblatt (Ø) = 305 mm
  • 1.675 Watt
  • 1.900 - 3.800 U/min
  • Gehrung: 50/60°
  • Neigung: 49/49°
  • Schnittbreite: 303 mm
  • Sägeblatt: 60 Zahn
  • Gewicht: 25,4 kg

Metabo KGSV 72 XACT

Sägeblatt (Ø) = 216 mm
  • 1.800 Watt
  • 2200 – 6300 U/min
  • Gehrung: 50/50°
  • Neigung: 47/47°
  • Schnittbreite: 305 mm
  • Sägeblatt: 60 Zahn
  • Gewicht: 18,3 kg

Festool KS 60 E KAPEX

Sägeblatt (Ø) = 216 mm
  • 1.200 Watt
  • 1.300 - 3.500 U/min
  • Gehrung: 60/60°
  • Neigung: 47/46°
  • Schnittbreite: 305 mm
  • Sägeblatt: 60 Zahn​
  • Gewicht: 17,8 kg​

Bosch GCM 350-254

Sägeblatt (Ø) = 254 mm
  • 1.800 Watt
  • 3.700 - 5.000 U/min
  • Gehrung: 52/60°
  • Neigung: 47/47°
  • Schnittbreite: 320 mm
  • Sägeblatt: 60 Zahn​
  • Gewicht: 24,2 kg

Anfänger-Kappsägen

Nur sporadisch mit Kappsägen arbeitende Heimwerker setzen auf ein gutes Verhältnis von Preis zu Leistung. Der Anschaffungspreis muss gerechtfertigt sein. Wertige Verarbeitung und angemessene Leistung sind auch für unter 300 Euro zu haben. Die Genauigkeit der Gehrungen sinkt ebenso wie die Anzahl der Funktionalitäten. 

Absaugungen und Kühlwasserpumpen sind für diesen Preis noch nicht zu haben. Eine Nachrüstung lohnt sich für billige Maschinen nicht. Für Hobby-Handwerker reicht eine wertige Maschine mit gutem Preis-Leistungs-Verhältnis aus. Sogar kleine Metallarbeiten sind möglich, größere Schnittbreiten und Zug-Funktionen sind nicht standardmäßig im Funktionsumfang enthalten. 

Besonderes Augenmerk ist auf den Sicherheitsaspekt zu legen. Das Sägeblatt sollte in Richtung Körper eine Schutzkappe besitzen. Plexiglas eignet sich am Besten. Der Schnittverlauf kann so leicht verfolgt werden. Fehlende Spannklemmen verleiten dazu, das Werkstück mit einer Hand festzudrücken. Rutschen Sie nur ein einziges Mal ungünstig ab, hat das schwerwiegende Folgen. 

Welche Kappsäge ist die beste?

Die Frage danach, welche Kappsäge am besten ist, ist immer wieder schwierig zu beantworten. Allgemein ist das deshalb schwer zu sagen, weil es keinen Test gibt, der wirklich alle Modelle zusammen testet, um ein aussagekräftiges Ergebnis zu liefern. In der Regel werden die Modelle, was Präzision & Verarbeitung angeht, mit steigendem Preis besser.

Welche Kappsägen wir empfehlen

Einen bleibenden Eindruck hat bei uns die Kapp-Zugsäge KS 60 E KAPEX hinterlassen. Sie erhält in Online-Shops nahezu Bestbewertungen und wird immer wieder hochgelobt. Der Hersteller Festool scheint hinsichtlich hochwertiger Sägen eine Sonderstellung zu haben. Auch im Bereich der Tauchsägen zum Beispiel ist man führend mit der TS-55 REBQ.

Zudem berichtet bauforum24 sehr positiv über die KS 60 E. An dieser Stelle möchten wir auch auf den Punkt 1.10 Kappsäge Tests verweisen. Im Rahmen des Test von „selbst ist der Mann“ konnte die Gehrungssäge von Festool mit einem „sehr gut“ abschneiden. Dementsprechend geht unsere Empfehlung an diese präzise Zug-, Kapp- und Gehrungssäge. Auch wenn der Preis so manchen Budget-Rahmen übersteigen wird, bleibt das Preis-Leistungs-Verhältnis überzeugend.

Wer mit weniger Geld planen muss, dem sei die Bosch Professional GCM 800 SJ empfohlen. Für um die 200€ erhält man eine sehr gut verarbeitete Zug-. Kapp- und Gehrungssäge mit 1.400 Watt. Die Säge kommt fast fertigmontiert nach Hause, verfügt über knackige Einrastpunkte für die Gehrungswinkel, eine wertige Verarbeitung, realisiert präzise Schnitte & bietet einen Sanftanlauf. Kann man auf einen Laser und einen fehlenden Staubfangsack verzichten, so erhält man hier fürs Geld eine Menge Qualität aus dem Hause Bosch.

Kappsägen mit Staubabsagung

Wo gehobelt wird, da fallen auch Späne. Dieses Sprichwort trifft auch auf Kappsägen zu. Beim Ablängen entstehen wie bei jeder anderen Kreissäge z. B. Holzspäne, welche sich in der Werkstatt verteilen. Um dem Problem entgegenzuwirken, gibt es Kappsägen mit Staubabsaugung. Dies stellt jedoch nur eine Möglichkeit dar, Sägespäne zu vermeiden. 

Zum einen gibt es Modelle mit Absaugstutzen zu kaufen. Hier wird zusätzlich eine Staubsauger bzw. Allessauger oder Werkstattsauger benötigt, der dann an dem Absaugstutzen der Säge über einen Schlauch angeschlossen wird, um die Späne abzusaugen. Zum anderen, bei der passiven Ausführung, wird der Sägestaub in einem einfachen Staubfangsack geschleudert, was laut vielen Erfahrungsberichten nicht die beste Lösung darstellt. Es ist mehr eine günstige Variante, der Staubentstehung beim Sägen entgegenzuwirken. Über einen Adapter kann ein Werkstattsauger angeschlossen werden, der den Staub zuverlässig auffängt und sammelt.

Kennzahlen & Funktionen einer Kappsäge

Nicht nur bei Kappsägen, auch viele andere Sägen werden heute von zahlreichen Herstellern in den verschiedensten Ausführen vertrieben. Hinzu kommen immer mehr Funktionen und Features. Die Vielzahl an Sägen stellt den Käufer jedoch vor große Herausforderungen. Gerade Laien wissen mit den Kennzahlen nicht viel anzufangen. Doch diese sind besonders wichtig, um zu unterscheiden, welches Gerät das passendere ist und welches nicht. Neben den reinen technischen Spezifikationen gewinnen auch Käuferrezensionen heutzutage immer mehr an Bedeutung und sollten bei der Auswahlentscheidung berücksichtigt werden. 

Im Folgenden erfahren Sie mehr über die Kennzahlen & Funktionen einer Kappsäge.

Motorleistung & Drehzahl

Die Leistung einer Kappsäge stellt mit die wichtiste Kennzahl dar. Sie wird oft auch als Aufnahmeleistung  oder Nennaufnahme-leistung bezeichnet und wird in Watt angegeben.

Zu unterscheiden sind jedoch die Aufnahme- und die Abgabeleistung. Die Abgabeleistung fällt entsprechend geringer aus aufgrund von Wirkungsgradverlusten.

Die Leistung gängiger Kappsägen liegt im Rahmen von 1.200 bis 2.200 Watt. Mehr Motor-Leistung findet man in aller Regel bei preisintensiveren Modellen.

Die Leistung bestimmt auch, welche Materialien geschnitten werden können. Demzufolge sollte man im besagten Rahmen bleiben, damit man nicht an Leistungsgrenzen stößt. In der Folge werden die Schnittkanten unsauberer und ein überlasteter Motor wirkt sich verkürzend auf die Lebensdauer der Kreissäge aus.

Motor einer Kappsäge

Faustregel: Besser etwas zu viel Leistung als zu wenig.

Unsere Empfehlungen →

Unmittelbar mit der Stärke des Motors hängt die Drehzahl zusammen. Sie gibt an, mit viel Umdrehungen in der Minute sich das Sägeblatt der Kappsäge dreht. Unter Last fällt die Drehzahl etwas ab, während sie im Leerlauf größer ist.

Eine hohe Drehzahl in Kombination mit dem passenden Sägeblatt bedeutet, dass die Schnittkanten ausrissfreier gelingen, was das Ziel sein sollte.

Sägeblatt

Ein ebenso besonderer Punkt bei Kappsägen ist das Sägeblatt. Die Wahl des richtigen Blattes entscheidet darüber, ob der Schnitt ausrissfrei wird oder nicht. 

Zudem benötigen spezielle Materialien auch spezielle Sägeblätter. Das absolute Allround-Blatt für alle Werkstücke gibt es leider nicht. 

Beim Kauf befindet sich in der Regel ein Sägeblatt bereits im Lieferumfang.

Das Problem ist jedoch, dass genau hier gespart wird. Viele kaufen sich daher zusätzlich ein feinzahniges HM-Sägeblatt mit um die 48 bis 60 Zähne, um saubere Schnittergebnisse zu erhalten. Beim Kauf sollte man unter anderem auf die Größe der Aufnahme/Bohrung und auf den Durchmesser des Sägeblattes achten.

Sägeblatt einer Kappsäge

Schnitttiefe & Schnittbreite

Sehr wichtige Kriterien beim Kauf einer Kappsäge sind die max. Schnittbreite und Schnitttiefe. Denn sie entscheiden faktisch darüber, wie groß das zu bearbeitende Werkstück sein darf. Somit ist eine möglichst hohe Schnittbreite und -tiefe zu wählen. Gängige Sägen bieten meist eine max. Schnittbreite von rund 300 mm und mehr.

Dann handelt es sich in aller Regel auch um Zug-Kappsägen, um breitere Werkstücke zu sägen. Siehe auch 1.7.7 Zugfunktion. Wie hoch ein Werkstück sein darf, entscheidet unter anderem der Durchmesser des Sägeblattes und die jeweilige Ausführung des Modells. Meist höherpreisige Modelle verfügen noch über einen Tiefenanschlag, der eine präzise Einstellung der Schnitttiefe zulässt. Fehlt dieser, kann man sich auch selber einen bauen, was in diesem Video gezeigt wird.

Schnittbreite & Schnitttiefe am Beispiel: Metabo KGS 254 M

Die Angabe der max. Schnittbreite beträgt hier bei 90° 305 mm und bei 45° 205 mm. Sie wird also jeweils für die Normalstellung (0°) und für die Gehrungseinstellung (Sägetisch auf 45°-Winkel gedreht) angegeben.

Die Schnitttiefe beträgt bei 90°/45° = 92/47 mm und ist im 45°-Winkel wieder entsprechend kleiner. Denn neigt sich der Sägekopf beim vertikalen Gehrungsschnitt, so so fällt auch die Schnitttiefe bzw. Schnitthöhe geringer aus. Bei Tischkreissägen, Handkreissägen etc. zum Beispiel ist das genauso. Müssen besonders lange Werkstücke gesägt werden, so lässt sich bei vielen Kappsägen die Auflagefläche durch eine seitlich ausziehbare Tischverbreiterung vergrößern. Große Paneele zum Beispiel lassen sich so einfacher und präziser zuschneiden, ohne dass sie sich durchbiegen.

Spindelarretierung

Eine Spindelarretierung findet man nicht nur bei Kappsägen, auch bei anderen Werkzeugen wie Akkuschrauber. Per Knopfdruck wird die Spindel festgestellt/blockiert und das Sägeblatt kann meist werkzeuglos und damit schnell entnommen werden. In anderen Fällen liegt oft ein Innensechskantschlüssel bei, mit deren Hilfe das Sägeblatt aus- und eingebaut wird. 

In anderen Fällen liegt oft ein Innensechskantschlüssel der Kappsäge bei, mit deren Hilfe das Sägeblatt aus- und eingebaut wird. Während man die Spindelarretierung gedrückt hält, schraubt man mit dem Inbus die Schraube heraus. Danach wird der Spannflansch entnommen, die Pendelhaube auf Anschlag zurückgedreht und das Sägeblatt entnommen.

Späneabfuhr

Das Thema Staubbildung bzw. Späneabsaugung ist bei vielen Gerhungssägen problematisch und eventuell nicht ganz ausgereift, weshalb viele Heimwerker zum Selbstbau greifen. Die einfachste und preiswerteste Einrichtung, um Späne beim Sägen aufzufangen, ist der Staubfangsack. Wirklich effektiv ist dieser jedoch nicht, weshalb eher zu Kappsägen mit Absaugstutzen geraten wird. Hier kann ein handelsüblicher Werkstattsauger angeschlossen werden, der in der Regel bessere Resultate liefert. Folgende Modelle werden gerne eingesetzt: Metabo Allessauger

Weniger Staub in der Luft, bedeutet auch, dass das Sägen der Gesundheit zuträglicher ist, durch weniger in der Luft umherfliegende Partikel. Nutzt man jedoch einen Sauger, kann das auch Mehrausgaben nachsichziehen, sollte noch keiner vorhanden sein. Hier muss jeder für sich die Vorteile und Nachteile abwägen. Auf die Varianten der Späneabfuhr kann auch verzichtet werden, wenn einem die Staubbelastung nicht stört. Ein Mundschutz sei dann jedoch empfohlen.

Gehrung & Neigung

Mit einer Kappsäge können einerseits gerade Schnitte durchgeführt werden. Andererseits ermöglicht der drehbare Sägetisch, dass auch horizontale Gehrungsschnitte möglich sind. 

Auf diese Weise können einfache Winkel-verbindungen zweier Werkstücke hergestellt werden. Hierbei lässt sich der Sägetisch bei den meisten Sägen sowohl nach links als auch nach rechts bis +45° bzw. -45° verstellt werden.

Beispiel: Bosch Professional GCM 800 SJ

Bei der beliebten Bosch Kappsäge/Paneelsäge findet man im technischen Datenblatt die Angabe: 47 ° L / 47 ° R. Das bedeutet, dass der Sägeteller ja nach links und rechts bis zu 47 Grad gedreht werden kann im Rahmen der Gehrungseinstellung. Warum 47 Grad statt 45? Mit der Bosch GCM 800 SJ können zusätzlich auch Hinterschnitte ausgeführt werden. Eine Funktion, die gerade für fortgeschrittene Heimwerker oder Profis interessant ist.

Zahlreiche Modelle, ob preiswert oder teuer, bieten zudem oft die Möglichkeit, bestimmte Winkelgrade über Einrastpunkte einzustellen, was ein deutliches Plus bei der Arbeit darstellt.

Im Video sehen Sie den Drehtisch der Metabo KGS 254 M ([eapi keyword=B00N9ZXT10 type=price]) inkl. Einrastpunkte:

Vertikaler und doppelter Gehrungsschnitt

Neben der horizontalen Einstellung gibt es noch vertikale Gehrungsschnitte. So besteht bei einer Kapp- und Gehrungssäge auch die Möglichkeit, den Sägekopf zu neigen. Der Neigungswinkel reicht bei vielen Modellen von 0° (Ausgangsstellung) bis hin zu 45°.

Nicht immer muss es jedoch sein, dass der Sägekopf nach links und rechts im gleichen Maße geneigt werden kann. Sitzt auf einer Seite der Kappsägen-Motor, so behindert dieser in gewisser Weise die Neigung zu einer Seite. Höherwertige Gehrungssägen bieten in den meisten Fällen die Neigungsfunktion -47°/+47°, also inklusive Hinterschnitt-Funktion (plus 2 Grad).

Die Neigung des Sägekopfes dient dazu, einen vertikalen Gehrungsschnitt zu setzen, während das Sägeblatt dementsprechend auch geneigt ist. Verstellt man den Winkel des Drehtisches sowie des Sägekopfes, so erhält man eine Kombination aus vertikalem und horizontalem Gehrungsschnitt – den sog. Doppel-Gehrungsschnitt.

Fixierschraube & Anschlagschiene

Meist auf der linken Seite der Kappsäge findet sich eine Fixierschraube, welche auch als Spannvorrichtung bezeichnet wird. Die Aufgabe dieser Vorrichtung ist es, das jeweilige auf dem Sägetisch liegende Werkstück so zu „fixieren“, dass es nicht verrutscht.

Das ist sehr wichtig, denn während des Sägens sollte sich das Werkstück nicht bewegen, um einen geraden und sauberen Schnitt zu erhalten.

Die Konstruktion hinter der Spannvorrichtung ist der einer herkömmlichen Schraubzwinge gleichzusetzen. Liegt also dem Lieferumfang keine Spannvorrichtung bei, so kann auf eine Schraubzwinge zurückgegriffen werden.

Des Weiteren befindet sich auf dem Sägedrehteller bei jeder Kappsäge ein Anschlag (auch: Anschlagschiene). Bei diesem Anschlag ist eine absolut gerade Ausrichtung wichtig. Denn wird zum Beispiel ein Kantholz an diesen Anschlag gelegt bzw. gedrückt und er ist nicht exakt gerade, so wird es schwer, einen geraden Schnitt (0°) zu bekommen.

Spannvorrichtung & Anschläge

Laser & LED-Licht

Eine große Hilfe beim schnellen Kappen eines Werkstückes ist ein integrierter Laser. Sollte kein Laser vorhanden sein, bietet sich auch die Möglichkeit, einen Kappsägen-Laser nachzurüsten. Wie das geht, erfahren Sie hier.

Wozu braucht man einen Laser?

Nun, ein Laser hilft dabei, die exakte Schnittlinie auf dem Werkstück durch Projektion anzuzeigen. Leider sind viele Laser nicht richtig eingestellt oder justiert, sodass dies vorab genau geprüft werden sollte, um Fehlschnitte zu umgehen. Die Schnittlinie des Laser muss in einer Flucht mit der des Sägeblattes stehen, ansonsten ist diese Funktion zwecklos. Auf die dicke des Laser sollte ebenfalls geachtet werden. Sind Anschlagschiene und Laser perfekt ausgerichtet, so entfällt unter Umständen das Anzeichnen und es kann direkt gesägt werden. Darüber hinaus werden häufig LED-Lampen in den Kappsägen verbaut. Sie leuchten den Arbeitsbereich aus und sind demnach ein hilfreiche Funktion gerade in dunklen Umgebungen.

Zugfunktion

Da man mit reinen Kappsägen nur Ablängen kann, ist die Flexibilität bei Zug-Kappsägen schon wesentlich höher. Die Zugfunktion einer Gehrungssägen besteht darin, dass zusätzlich ein meist kugelgelagertes, doppelrohriges Zugsystem in die Säge integriert ist. Das führt zum einen dazu, dass mehr Platz benötigt wird. Zum anderen liegt der Vorteil jedoch darin, dass viel breitere Werkstücke zugeschnitten werden können. Über den Handgriff kann der Sägekopg nach vorne und hinten bewegt werden, sodass die Grenzen der Werkstückbreite höher sind. Demzufolge sei es jedem empfohlen, ein Modell inkl. Zugfunktion zu erwerben. Hier sollte man nicht am falschen Ende sparen! In aller Regel sind Kappsägen schon mit einer Zugfunktion ausgestattet, da sie sich bei der täglichen Arbeit bewährt hat.

Sicherheit

Der von Laien meistunterschätzte Punkt ist die Sicherheit einer Kappsäge. Höherwertige Spannvorrichtungen halten den Werkstoff zuverlässig fest. Teurere Geräte verwenden bereits entsprechende Sicherheitsschaltungen. Dabei sind zwei Starttaster getrennt voneinander vorhanden. Nur die Betätigung beider Taster führt zum Start des Motors. Eine Hand in den Arbeitsbereich zu bewegen, während sich das Sägeblatt dreht, wird so unterbunden. 

Gerade bei billigen Geräten ist in der Regel keine Motorbremse verbaut. Das Sägeblatt läuft nach dem Ausschalten einige Zeit nach. Wird gleich nach dem Zuschneiden in den Arbeitsbereich gegriffen, kann das unter anderem zu Unfällen führen. Grundsätzlich gewährleistet eine Kapp- und Gehrungssäge höhere Sicherheit als eine andere Kreissäge. Das Sägeblatt ist rundum abgeschirmt. Der große Vorteil besteht darin, dass nicht das Werkstück zum Sägeblatt geführt wird wie beim Tischkreissägen. Der Werkstoff wird fest eingespannt, das schnell rotierende Sägeblatt sicher geführt. Die Unfallgefahr verringert sich dadurch erheblich.

Sanftanlauf

Verfügt eine Kappsäge über einen Sanftanlauf, bringt das genau 2 Vorteile mit sich. Bei der Inbetriebnahme start das Sägeblatt nicht mit der vollen Drehzahl, was einen entsprechenden Ruck nachsichziehen kann und oft als störend empfunden wird. 

In diesem Zusammenhang kann sogar die Sicherung rausfliegen, was ebenso nervig ist.  mit integriertem Sanftanlauf sind unserer Meinung nach zu favorisieren.

Das Sägeblatt einer Kappsäge

Wer sich eine Kappsäge zulegt, der bekommt in den meisten Fällen das Sägeblatt kostenlos mit dazu. Es ist meisten im Lieferumfang bereits vormontiert, sodass die Arbeit direkt losgehen kann. Erst wenn ein Ersatz- oder Zweit-Sägeblatt benötigt wird, muss sich erst einmal mit dem Thema auseinandergesetzt werden. Deswegen finden Sie in unserem Artikel alle wichtigen Informationen, die Sie für ein neues benötigen!

Welche Arten von Kreissägeblättern gibt es bei Kappsägen?

Für Kappsägen gibt es verschieden Arten von Sägeblättern. Sie unterscheiden sich dadurch, dass diese für unterschiedliche Zwecke hergestellt werden. So gibt es spezifische Sägeblätter für Holz, Kunststoffe sowie NE-Metalle. Der Unterschied wird an den Zähnen der Sägeblätter deutlich. So gibt zum einen: 

  • HM- Sägeblätter & 
  • CV-Sägeblätter 

HM-Sägeblätter (HM – Hartmetall) sind auch bekannt als HW-Sägeblätter (Hartmetall-Werkstoff). Sie bestehen aus zwei verschiedenen Materialien. Der Sägeblattkörper wird in der Regel aus Stahl gefertigt, während die Zähne des Sägeblattes aus einem aufgelöteten Hartmetall-Werkstoff hergestellt werden. Diese Variante ist äußerst widerstandsfähig und somit äußerst langlebig. 

Unterschied CV und HM Sägeblatt

Unterschied bei CV- und HM-Sägeblatt (links: CV, rechts: HM)

CV-Sägeblätter (CV – Chrom Vanadium) sind die einfachere Variante der Sägeblätter. Der Sägeblattkörper wird bei diesem aus demselben Stahl gefertigt wie die Zähne. Die Herstellung dieser Blätter ist sehr unkompliziert, wodurch sie auch um einiges preiswerter sind als es bei HM-Sägeblättern der Fall ist. Wer einfach nur etwas Feuerholz zuschneiden möchte, der ist mit diesen reichlich bedient. Härtere Gegenstände sind aber nicht vorgesehen. 

Auf welche Kennzahlen ist zu achten?

Wie bei allen anderen Sägeblättern auch gibt es auch bei Kappsägen-Sägeblättern Kennzahlen, auf die es zu achten gilt. So muss erst einmal grundsätzlich der Sägeblatt-Durchmesser stimmen. Es folgenden die Schnittbreite und die Breite des Sägeblattes. Die Angabe „30 mm“ bezieht sich i.d.R. auf die Sägeblatt-Bohrung bzw. Aufnahme. Darüber hinaus findet man die Angabe zur max. Drehzahl, wie z. B. „max. 8.800 min-1“. Weiterhin gibt die Abkürzung „HW“ darüber Auskunft, dass es sich um ein Hartmetall-Sägeblatt mit Hartmetall-Zähnen handelt.

Vor dem „HW“ kann zudem eine Zahl stehen, die über die Anzahl der Zähne informiert. Die Herkunft wird ebenfalls oft kenntlich gemacht, z. B. „Made in Italy“. Damit haben Sie alle notwendigen Angaben, die es braucht, um zum Beispiel ein Ersatzblatt zu erwerben.

Welche Angaben findet man auf Kappsägen-Sägeblättern?

  1. Sägeblatt-Durchmesser
  2. Schnittbreite
  3. Stammblattstärke
  4. Durchmesser der Aufnahme
  5. Anzahl der Zähne, ggf. Zahnform, z.B. WZ (Wechselzahn)
  6. Sägeblatt-Art, z.B.: HW (= Hartmetall-Werkstoff)
  7. max. zulässige Drehzahl
  8. Angaben zum Herstellerland

Was ist der Spanraum?

Als Spanraum bezeichnet man den Zwischenraum, der sich zwischen zwei Zähnen befindet. Die Spanräume sind insofern wichtig, da sich das Sägeblatt mit zu Großen Spanräumen stark erhitzen kann und somit umbrauchbar wird. 

Sollten Sie also beispielsweise Holz mit der Holzfaser schneiden wollen, so können Sie problemlos ein Sägeblatt mit großen Spanraum verwenden. In den meisten Fällen wird mit einer Kappsäge aber gegen die Holzfaser geschnitten, wodurch ein kleinerer Spanraum mit kleineren Zähnen besser ist. So bleibt die Kante ausrissfrei und das Sägeblatt kann länger verwendet werde.

Welche Bedeutung hat der Spanwinkel?

Der Spanwinkel kann positiv oder negativ sein. So ist bei Sägeblättern für Holz der Spanwinkel immer positiv. Das bedeutet, dass die Zähne etwas nach vorne geneigt sind. So “frisst” sich das Sägeblatt quasi von ganz allein ist das Holz, ohne das Sie viel Kraft aufwenden müssen. Das Sägen geht also um ein vielfaches schneller! 

Der Ausriss an der Schnittkante nimmt bei einem positiven Spanwinkel allerdings auch zu. Bei einem negativen Spanwinkel ist das Sägeblatt nicht so sehr bis gar nicht nicht nach vorne geneigt. Das jeweilige Material wird mit einem sehr flachen Winkel geschnitten. Dies finden Sie häufig bei Sägeblättern für Metall. 

Was hat es mit der Anzahl an Zähnen und der Zahnstellung auf sich?

Was bereits angesprochen, sind die Anzahl an Zähnen sowie die Stellung dieser ausschlaggebend für die Schnittqualität beziehungsweise Charaktereigenschaften bestimmter Sägeblätter. Desto größer die Spanräume und Zähne sind, desto stärker erhitzt sich das Sägeblatt und auch der Ausriss ist stärker zu sehen. Bei kleinen Spanräume und Zähnen nimmt der Ausriss deutlich ab und es kann ein sauber Abschnitt gewährleistet werden.

Das Großzahnsägeblatt wird für schnelles und sehr grobes Sägen verwendet. Das gilt für Massivhölzer, die entlang der Holzfaser geschnitten werden. Für Kappsägen ist dies aber eher untypisch.

Als Universalsägeblatt bezeichnet man meistens die Art von Sägeblatt, die bereits im Lieferumfang montiert ist. Sie ist hervorragend für Werkstoffe aus Holz geeignet und verursacht in den meisten Fällen nur einen geringen Ausriss.

Ein Feinzahnsägeblatt zeichnet sich dadurch aus, dass es besonders ausrissfrei sägt. Mit diesem sind ausrissfreie Schnitte entgegen der Holzfaser kein Problem. Es kann somit auch für feine Querschnitte bei beschichteten oder furnierten Werkstoffen eingesetzt werden.

Welche Art von Sägeblatt eignet sich für welches Material am besten?

Sägeblatt ist nicht gleich Sägeblatt, denn die Vielfalt an Werkstücken, die bearbeitet werden können, ist groß. Für schnelle und grobe Schnitte bei Holz eignet sich ein CV-Sägeblatt mit großen Zähnen (Großzahnsägeblatt) am besten. Dasselbe gilt ebenso für das Universalsägeblatt. 

Für Laminat, Kunststoff und Fliesen sollten Sie ein HM-Sägeblatt mit vielen kleinen Zähnen (Feinzahnsägeblatt)verwenden. Es kann aber auch für Holz verwendet werden, um besonders ausrissfreie Kanten zu erzielen. Denn gerade dafür ist eine Kappsäge gemacht. Für schnelle Längsschnitte ist dann die Tischkreissäge das Mittel der Wahl. Für Metall sollte ebenso das HM-Feinsägeblatt gewählt werden.

grobes Sägeblatt
universales Sägeblatt
feines Sägeblatt

Merke:

  • Je mehr Zähne ein Kreissägeblatt hat, desto feiner und ausrissfreier werden die Schnitte. Außerdem kann dann auch die Härte des zu bearbeitenden Materials zunehmen. Ab ca. 60 Zähnen spricht man von einer hohen Zähnezahl bzw. einem Feinsägeblatt.
  • Kreissägeblätter mit wenigen Zähnen (ca. 26 Zähne) sind eher für schnelle Längsschnitte gemacht –  also für grobe Schnitte, wo es auf die Sägegeschwindigkeit ankommt.
  • Besitzt das Sägeblatt um die 42 Zähne, handelt es sich um ein Allround-Sägeblatt. Es eignet sich zum Beispiel für saubere Querschnitte.

Universalsägeblatt für Kappsägen

Beim Kauf einer Kappsäge ist das bereits montierte Sägeblatt ein Universalsägeblatt. Mit diesem kann Holz und Kunststoff geschnitten werden. Voraussetzung ist natürlich, dass es sich um ein HM-Sägeblatt handelt, wodurch es um einiges langlebiger und widerstandsfähiger ist als das CV-Sägeblatt. Das Universalsägeblatt verfügt über genügend Zähne, in der Regel zwischen 42 und 48 Stück, und somit nur über einen mittelgroßen Spanraum. Auch sind die Zähne oftmals leicht positiv geneigt, wodurch das Sägen zu einem Kinderspiel wird. Es stellt somit den besten Kompromiss aus Leistung und ausrissfreien Kanten dar, was maximalen Sägespaß verspricht! 

Wie lässt sich ein Kappsägeblatt austauschen?

  1. Die Kappsäge muss zuerst einmal in den Sägeblatt-Wechselmodus gebracht werden. Dann ist das Sägeblatt festgestellt (arretiert) und es entstehen keine Verletzungen. Die Kappsäge kann ohne Weiteres nicht mehr eingeschaltet werden und auch das Sägeblatt beginnt nicht zu rotieren. Ziehen Sie ebenso noch den Netzstecker für die völlige Sicherheit.
  2. Nun sollten Sie Sicherheitshandschuhe überstreifen, um sich nicht an den spitzen Zähnen nicht zu verletzen. Darauffolgend müssen die Halterungen, die mit dem Sägeblatt verbunden sind, nach oben bzw. je nach Modell zu Seite geklappt werden. Das Sägeblatt liegt folglich frei und Sie können die mittlere Halterung lösen. Das Sägeblatt sollte nun unten festgehalten werden, während Sie oben das Rad drehen. Erst die eine Seite und danach die andere.
  3. Jetzt kann das Sägeblatt vorsichtig nach unten gezogen werden. Manche Modelle verfügen noch über eine zusätzliche Vorrichtung. Dies sollten Sie, falls vorhanden, leicht nach innen drücken, sodass sich das Blatt endgültig lösen kann. 
  4. Nehmen Sie das neue Sägeblatt zur Hand und setzen es ein. Dieses kommt dort in dieselbe Mittelvorrichtung unterhalb der Säge. Falls Sie es nicht allein schaffen sollten, das Sägeblatt zu halten und gleichzeitig die Scheiben links und rechts sowie die Mitelvorrichtung festzudrehen, so sollten Sie diesen Schritt zu zweit machen. Mit einem Schraubenzieher lässt sich prüfen, ob das Sägeblatt auch rundum fest sitzt. Nun muss nur noch die Sicherheitsverankerung gelöst werden und schon ist die Kappsäge wieder voll einsatzbereit.

Zusammenfassung

Das bereits im Lieferumfang enthaltene Sägeblatt ist in der Regel vollkommen ausreichend. Sollten Sie allerdings ausrissfreie Schnitte tätigen wollen oder beschichtete beziehungsweise furnierte Werkstoffe schneiden wollen, so empfiehlt sich die Nutzung eines Feinzahnsägeblatts. Je nach gewünschte Qualität kann zwischen CV- und HM-Sägeblättern gewählt werden. 

Als Faustregel lässt sich abschließend hinzufügen gilt immer: Desto mehr Zähne am Sägeblatt zu finden sind, desto sauber gelingt der Schnitt. Sparen Sie nicht am Sägeblatt wenn Sie saubere Ergebnisse erzielen möchten. Lieber ein paar Euro mehr ausgeben und dafür effizient und zufriedenstellend Arbeiten können.

Eine Kappsäge richtig bedienen

Sie haben sich eine Kappsäge zugelegt und möchten nun mehr darüber erfahren, wie man sie richtig bedient? Mit unseren nachfolgenden Erklärungen möchten wir Ihnen einige Tipps im Umgang mit der Kappsäge näherbringen. Denn sie ist mehr als nur eine reine Baustellensäge.

Viele Heim- und Handwerker wollen längst nicht mehr auf die gute Bedienbarkeit und Präzision einer guten Zug-, Kapp- und Gehrungssäge verzichten. Die Einsatzmöglichkeiten gehen weit über das Zuschneiden von Parkett und Laminat hinaus. Überall, wo z. B. präzise Gehrungen gefragt sind, ist eine Kappsäge die richtige Wahl. Doch sollte man auch im Umgang mit ihr geübt sein. So ist z. B. in der Kappsäge in der Regel eine Zugfunktion integriert. Wird der Sägekopf nun aber der Bezeichnung nach durch das Werkstück gezogen oder nicht?

Die Kappsäge ziehen oder schieben?

Bedient man zum ersten Mal eine Kappsäge, stellt sich wahrscheinlich die Frage, muss man beim Sägen schieben oder ziehen? Schaut man sich die Bezeichnung einer solchen Säge an, wie z. B. Zug-Kappsäge oder Zug-, Kapp- und Gehrungssäge, würde man falsch an die Sache herangehen. Zwar heißt die Funktion, wodurch sich der Sägekopf bewegt „Zugfunktion“, jedoch findet kein Zug/Ziehen beim Sägevorgang statt. Die Anwendung einer solchen Zugfunktion ist genau andersherum und damit etwas irreführend.

Richtig ist also:

  1. Ziehen Sie den Sägekopf über den Handgriff zu sich, also heraus
  2. Sägen Sie das Werkstück nun, indem Sie den Sägekopf nach vorne (von sich weg) drücken/schieben

Gehen Sie nicht so vor beim Sägen, kann das enorme Gefahren in sich bergen, z. B: Kick-back. Das Zurückschleudern von Werkstücken ist besonders bei Tischkreissägen bekannt und gefürchtet, weshalb zur Anbringung eines Spaltkeils geraten wird. Bei der Kappsäge gibt es keinen Spaltkeil. Die Wirkung durch eine falsche Anwendung kann einen noch größeren Kickback hervorrufen. Deshalb sollten gerade Laien sich mit dem Thema: „Schieben oder Ziehen bei Kappsäge“ genau auseinander setzen. Darüber hinaus sollte man sich über die Stellung der Sägeblatt-Zähne im Klaren sein. Hier kann ebenfalls abgeleitet werden, dass nur ein „Schieben“ in Frage kommt.

Kappsäge Tests

Sie sind auf der Suche nach einer neuen Kappsäge? Oder haben Sie bereits einige Modelle studiert und möchten durch einen Kappsägen Test genau wissen, wie gut oder schlecht sie gegen ihre Konkurrenz abschneiden? Neben einschlägigen Videos auf youtube ist ein Test immer ein gutes Mittel, sich von der Performance genauer zu überzeugen.

Youtube als zuverlässige Quelle in 2019

Die Plattform Youtube bietet hinsichtlich Kappsägen eine Menge an Videos – von Unboxing-Videos über Testberichte von Heimwerkern bis hin zu nützlichen Tipps rund um das Thema. Hier kann man hinsichtlich vieler Modelle umfassende Eindrücke gewinnen. Renommiertere Kanäle, wie bauforum24, beschäftigen sich sogar nachhaltiger mit dem Thema Sägen. Bedeutet: In mehr oder weniger regelmäßigen Abständen erscheinen neue Tests zu gängigen Kappsägen.

Auf echte Kappsäge Tests vertrauen

Im Internet existieren sehr viele Test-Seiten zu Kappsägen, die im Großen und Ganzen nie etwas getestet haben. In der Regel handelt es sich dann um reine Produktbeschreibungen bzw. Marketing. Wenn Sie also an Testergebnissen interessiert sind, um Ihre Kaufentscheidung zu stärken, dann sehen Sie genau hin.

Kappsägen Test auf selbermachen.de

Die Webseite selbermachen.de ist dafür bekannt, unabhängige und kritikreiche Tests unter anderem zu Sägen aller Art durchzuführen. Im Bereich der Kappsägen wurden 5 Modelle getestet – vom Einsteigermodell bis hin zur Profiklasse. Leider fanden wir keinerlei Hinweise auf ein Datum, um sagen zu können, aus welchem Jahr der Test stammt. Wir denken jedoch, dass dieser Kappsäge Test immer noch relevant ist, da die gesteteten Modelle nach wie vor aktuell sind.

Welche Sägen wurden getestet?

  1. Bosch PCM 8 S
  2. Festool KS 60 E-Set
  3. Makita LS1018L
  4. Metabo KGS 216M
  5. Scheppach HM100LXU
Kappsäge Test testsieger festool kappex ks 60 E 5 Modelle im test

Welche Kappsäge ist Testsieger?

Eine direkte Ranking-Tabelle findet man bei diesem Test von selbermachen.de nicht. Jedoch werden alle 5 Kappsägen nach einer Auflistung der positiven und negativen Aspekte mit Noten bewertet. Hieraus kann oder soll abgeleitet werden, welche Säge besser oder schlechter abgeschnitten hat.

Festool und Makita haben die Nase vorn

Sowohl die Festool KS 60 E-Set als auch die Makita LS1018L schneiden mit einem „sehr gut“ ab. Die mit einem 1.200 Watt starken Motor ausgestattete KS 60 E besticht mit herausragender Ergonomie, vielen Einstellmöglichkeiten und sauberen Schnitten. Weiterhin positiv aufgefallen ist, dass die Festool-Systainer (Koffer) als Auflagefläche und damit als Sägetischverbreiterung dienen. Nachteilig ist hier der Preis.
Bei der Makita LS1018L Kappsäge fielen ebenfalls die maßgenauen und exakten Schnittergebnisse positiv auf. Zudem überzeugte die präzise einstellbare Skalierung des Sägetisches. Zum Nachteil führt man die Batterien des Lasers auf, welche demnach nicht über das Netzteil gespeist werden.

"Gute" Modelle & die Verlierer

Die Bosch PCM 8 S verfügt über 1.200 Watt und ist die kleinste Kappsäge im Testfeld. Doch mit ihrer Kompaktheit punktet sie im Kappsägen Test mit der besten Mobilität und erhält die Note „Gut“.

Darüber hinaus gefällt der Sanftanlauf sowie die robuste Verarbeitung. Was nicht überzeugte, waren die ungenaue Skalierung sowie der Laser, der von Zeit zu Zeit nachjustiert werden musste. Wem es auf Präzision beim Einsatz einer Kappsäge ankommt, sollte eher nicht zur Bosch PCM 8 S greifen.

Im Test erhielt die Metabo KGS 216M ebenfalls ein „Gut“. Im Gegensatz zur Bosch besitzt die Metabo Kappsäge einen Laser, der präzise die Schnittlinie anzeigt. Außerdem gefiel die Fixierschraube inkl. Schnellverstellung. Die etwas schlecht laufenden Schubstangen der Zugfunktion führten hier unter anderem zum Punktabzug. 

Trotzdem präsentiert sich die kleinste Metabo Kappsäge mit gutem Handling, jedoch mit einer Schnittpräzision, die besser sein könnte. Die Scheppach HM100LXU ist die schlechteste Kappsäge im Test und zugleich auch die günstigste. Sie konnte unter anderem weder mit ihrer Schnittpräzision noch mit knackigen Einrastpunkten beim Drehtischtisch punkten.

Bosch PCM 8 S Kapp- und Gehrungssäge mit Zugfunktion 1.200 Watt Motorleistung
Bosch PCM 8 S, Quelle: amazon.de

Akku-Kappsägen im Test - was taugen sie?

Aufgrund des beständigen Fortschritts in der Akkutechnik sowie dem allgemeinen Verlangen nach mehr Mobilität werden mittlerweile auch Akku Kappsägen angeboten. Die Angebote sind in 2019 noch recht überschaubar. Makita, Ryobi, Hikoki oder Metabo führen das Feld momentan mit netzunabhängigen Kappsägen an.

Warum sollte man sich eine Akku-Kappsäge kaufen?

Wenn man Terrasssendielen, Dachlatten oder Paneele zusägen möchte, war man in der Vergangenheit auf eine Stromquelle, z. B. in Form einer Steckdose angewiesen. Dementsprechend war man in seinem Aktionsradius sehr eingeschränkt. Zusätzliche Verlängerungskabel zu verlegen, war zeitraubend und führte zu Stolperfallen auf der Baustelle. Mit der Einführung der Akku Kappsäge ändert sich diese Abhängigkeit vollends! 

Von nun an kann man an jedem Ort seine Kappsäge einsetzen und muss nicht auf die gewohnte Leistungsstärke oder Funktionen verzichten. Lediglich das Laden der Akkus wird benötigt, um die akkubetriebene Kappsäge zu benutzen.

Mit welchen Akkus werden Akku-Kappsägen betrieben?

In der Regel sind es wie bei vielen anderen Akku-Werkzeugen 18-Volt-Akkus. Das verwundert kaum, oder? Denn in letzten Jahren etablierten zahlreiche Hersteller ihr eigenes Ökosystem, wodurch es möglich ist, sämtliche Werkzeuge eines Herstellers mit ein und demselben Akku zu betreiben.

Gängige Akku-Kappsägen vergleichen

Um einen besseren und schnelleren Überblick über die gängigen Akku Kappsägen zu bekommen, haben wir in der folgenden Tabelle einschlägige Modelle aufgelistet.

Bild
Metabo Akku-Kappsäge KGS 18 LTX 216 (619001850) 18V ; Karton; mit Zugfunktion, Akkuspannung: 18 V, Auflagefläche: 345 x 730 mm, Max. Schnittbreite 90°/45°: 305 / 205 mm
Einhell Akku-Kappsäge TE-MS 18/210 Li-Solo Power X-Change (Li-Ion, 18 V, 3.000 min-1, neigbarer Sägekopf, X-Tend Werkstückauflagen, HM-Präzisionssägeblatt, ohne Akku und Ladegerät)
DeWalt 18 V Akku-Paneelsäge / Kapp-und Gehrungssäge (184 mm Sägeblattdurchmesser, 48° Neigungseinstellung, XPS-Schnittlinienanzeige, Lieferung ohne Akku und Ladegerät) DCS365N
Ryobi Akku Kapp-/Gehrungssäge EMS190DCL (ohne Akku, 24 Z HM Sägeblatt ø 190 mm, Neigung 0-45°, Gehrungswinkel stufenlos einstellbar) 5133000932
Titel
Metabo KGS 18 LTX 216
Einhell TE-MS 18/210 Li-Solo Power X-Change
Dewalt DCS365N 18V
Ryobi EMS190DCL
Akku
18 Volt / ohne AKku
18 Volt / ohne AKku
18 Volt / ohne AKku
18 Volt / ohne AKku
Sägeblatt
Ø 216 mm, 40 Zahn
Ø 210 mm, 40 Zahn
Ø 184 mm, 40 Zahn
Ø 190 mm, 24 Zahn
Gewicht
13,6 kg (mit Akku)
7,8 kg
11,5 kg
7,4 kg (mit Akku)
Prime-Vorteil
Preis
289,00 EUR
124,95 EUR
506,11 EUR
209,00 EUR
Bild
Metabo Akku-Kappsäge KGS 18 LTX 216 (619001850) 18V ; Karton; mit Zugfunktion, Akkuspannung: 18 V, Auflagefläche: 345 x 730 mm, Max. Schnittbreite 90°/45°: 305 / 205 mm
Titel
Metabo KGS 18 LTX 216
Akku
18 Volt / ohne AKku
Sägeblatt
Ø 216 mm, 40 Zahn
Gewicht
13,6 kg (mit Akku)
Prime-Vorteil
Preis
289,00 EUR
Details
Bild
Einhell Akku-Kappsäge TE-MS 18/210 Li-Solo Power X-Change (Li-Ion, 18 V, 3.000 min-1, neigbarer Sägekopf, X-Tend Werkstückauflagen, HM-Präzisionssägeblatt, ohne Akku und Ladegerät)
Titel
Einhell TE-MS 18/210 Li-Solo Power X-Change
Akku
18 Volt / ohne AKku
Sägeblatt
Ø 210 mm, 40 Zahn
Gewicht
7,8 kg
Prime-Vorteil
Preis
124,95 EUR
Details
Bild
DeWalt 18 V Akku-Paneelsäge / Kapp-und Gehrungssäge (184 mm Sägeblattdurchmesser, 48° Neigungseinstellung, XPS-Schnittlinienanzeige, Lieferung ohne Akku und Ladegerät) DCS365N
Titel
Dewalt DCS365N 18V
Akku
18 Volt / ohne AKku
Sägeblatt
Ø 184 mm, 40 Zahn
Gewicht
11,5 kg
Prime-Vorteil
Preis
506,11 EUR
Details
Bild
Ryobi Akku Kapp-/Gehrungssäge EMS190DCL (ohne Akku, 24 Z HM Sägeblatt ø 190 mm, Neigung 0-45°, Gehrungswinkel stufenlos einstellbar) 5133000932
Titel
Ryobi EMS190DCL
Akku
18 Volt / ohne AKku
Sägeblatt
Ø 190 mm, 24 Zahn
Gewicht
7,4 kg (mit Akku)
Prime-Vorteil
Preis
209,00 EUR
Details

Laminat verlegen - Kappsäge gegen Laminatschneider & Co.

Wer seine neue Wohnung mit dem beliebten Laminat (auch Paneel genannt) ausstatten möchte, kommt schnell zu der Frage: Mit welchem Gerät schneide ich das Laminat?

Laminat Paneel schneiden mit Kappsäge
Laminat schneiden mit Kappsäge
Laminatschneider für Laminat, Vinyl & mehr
Handkreissäge zum Laminat schneiden
Stichsäge zum Schneiden von Laminat

Laminat schneiden mit Stichsäge & Laminatschneider

Vielen kommt der Gedanke, zur klassischen Stichsäge zu greifen. Befindet sich noch eine im Haushalt und ist man im Umgang damit geübt, geht das ohne Weiteres problemlos. Jedoch empfiehlt sich hier, ein entsprechendes Laminat-Stichsägeblatt zu verwenden.

Des Weiteren bietet sich ein günstiger und leicht zu transportierender Laminatschneider an, um das Klickpaneel zu schneiden. Für das Bedienen eines Laminatschneiders muss man auch nicht zwingend Profi sein. Der Laie sollte sich ebenfalls schnell zurechtfinden. Außerdem produziert ein Laminatschneider kein Staub wie bei Kreissägen. Es lassen sich gerade Schnitte herstellen, doch benötigt der Anwender etwas Kraft beim Runterdrücken des Hebels. Das Mieten von diesen Geräten ist in Baumärkten unter Umständen auch möglich, was beim einmaligen Verlegen wiederum Preisvorteile bedeutet.

Kappsäge und weitere Kreissägen zum Laminat verlegen

Ob eine Kappsäge zum Laminat verlegen genutzt wird oder eine andere Kreissäge – bei elektrischen Geräten muss immer der Anschaffungspreis ins Verhältnis gesetzt werden. Steht bereits eine Tischkreissäge oder Kappsäge in der Werkstatt, ist das natürlich vorteilhaft. Doch einzig zum Sägen von Paneele bzw. Laminatdielen eine Kappsäge anschaffen? Das lohnt auf keinen Fall. Es sei denn, man hat für das jeweilige Gerät weitere Verwendungszwecke. Denn Kappsägen und Co. sind in ihrer Anwendung sehr vielfältig!

Weitere Vorteile beim Schneiden von Laminat mit Kappsägen ist die hohe Präzision. Außerdem benötigt der Anwender keine eigene Kraft beim Schneiden, ist also nach einem langen Tag weniger erschöpft. Je nach verwendetem Sägeblatt kann das Schnittergebnis auch ausrissfreier ausfallen gegenüber der Stichsäge oder dem Laminatschneider. Doch als Laie sollte man sich gut mit der Kappsäge vertraut machen, da hier durch das Kreissägeblatt Gefahren lauern! Darüber hinaus besteht bei einer Kappsäge oder Tischkreissäge die Möglichkeit, gleich mehrere Paneele mit einmal zu schneiden, was zusätzlich eine Zeitersparnis zur Folge hat. Saubere Gehrungswinkel können ebenfalls gesägt werden. Nachteilig ist jedoch auch der anfallende Staub. Eine effiziente Staubabsaugung sollte dann schon vorhanden sein! 

Die Frage danach, Welche Kappsäge man für Laminat verwenden sollte?, erübrigt sich fast. Denn in der Regel sind die preiswertesten Modelle bereits mit einer Gehrungsfunktion & mehr ausgestattet. Es bleibt in den meisten Fällen nur die Frage danach, wie viel man ausgeben möchte und ob es sich eine Kappsäge lohnt. Möchte man mit der Handkreissäge Laminat schneiden, sollte auf eine feste Unterlage geachtet werden. Hinsichtlich der Präzision bei Querschnitten hat die Kappsäge jedoch die Nase vorne!

Weitere Fragen sowie Tipps & Tricks

Im diesem Kappsägen-Ratgeber wurden bisher zahlreiche Fragen – vor allem Grundlegendes – beantwortet. Dennoch gibt es viele weitere Fragen sowie Tipps & Tricks zum Thema Kappsäge.

Sie sind auf der Suche nach einer Kappsäge, die auch eine große Schnitttiefe bietet? In der folgenden Liste finden Sie Modelle verschiedener Hersteller nach der Größe der Schnitttiefe sortiert. Beachten Sie, dass der erste Wert der Schnitttiefe ohne Neigung des Sägekopfes entspricht. Dieser wird oft als 90° oder auch 0° angegeben. Der zweite Wert entspricht der Schnitttiefe bei einer 45° Neigung.

Übersicht – Kappsägen nach Schnitttiefe geordnet

Die 3 Kappsäge(n) mit der größten Schnitttiefe:

  1. Metabo KGS 315 Plus: ansehen
  2. Dewalt DWS780/DHS780: ansehen
  3. Metabo KGS 305 M: ansehen

Einhell

  • Einhell TC-MS 2513 L = 75 mm / 35 mm
  • Einhell TC-SM 2131 = 62 mm / 36 mm

Metabo

  • Metabo KGS 216 M = 63 / 36 mm
  • Metabo KGS 254 M = 92 / 47 mm
  • Metabo KGS 305 M = 105 / 67 mm
  • Metabo KGS 315 Plus = 120 / 76 mm
  • Metabo KS 18 LTX 216 = 60 / 45 mm
  • Metabo Kappsäge KGSV 72 XACT SYM = 72 / 42 mm

Bosch

  • Bosch PCM 8 SD = 70 / 41 mm
  • Bosch GCM 8 SDE = 70 mm / 48 mm
  • Bosch GCM 12 SDE = 85 mm / 60 mm
  • Bosch GCM 8 SJL = 70 / 48 mm
  • Bosch GCM 800 SJ = 70 / 48 mm
  • Bosch GCM 12 JL = 75 mm / 38 mm
  • Bosch GCM 350-254 = 60 mm / 50 mm

Dewalt

  • DeWalt DWS780 = 110 mm / 76 mm
  • Dewalt DHS780T2A-QW = 110 mm / 76 mm

Makita

  • Makita LS1018L = 91 mm / 91 mm
  • Makita LS1019L = 68 mm / 29 mm

TACKLIFE

  • TACKLIFE Kappsäge = 60 mm / 35 mm

Güde

  • Güde 55250 GRK 210 BS Radial = 72 mm / 34 mm

Was beispielsweise auf dem Bau üblich und auch Vorschrift ist, sollte beim Umgang mit Kreissägen unbedingt vermieden werden. Es geht um das Tragen von Handschuhen, während man mit der Kappsäge arbeitet. 

In vielen Foren und Videos geben Fachkundige ihren Rat, der jedoch nicht immer einen Nutzen haben muss und das kann mit unter auch gefährlich werden. Arbeitshandschuhe sind meist nicht passgenau, was dazu führen kann, dass sie schnell in das laufende Sägeblatt geraten können. Der Handschuh zieht jedoch eventuell die ganze Hand oder gleich den ganzen Arm mit in die scharfen Sägezähne und die Folgen sind denkbar schlimm.

  • Daher gilt der uneingeschränkte Tipp: Nutzen Sie keine Handschuhe im Zusammenhang mit Kappsägen.

Was für die Handschuhe gilt, trifft auch auf das Tragen langer Kleidung zu. Ein etwas lockeres Hemd, was am Handgelenk weiter offen steht, ist ebenso eine Gefahrenquelle. Kleidung sollte daher stets eng am Körper anliegen.

Außerdem sei auch bei langen Haaren empfohlen, diese gut zusammen zu binden oder eine Mütze zu tragen. Denn auch Haare können sich schneller im Kreissägeblatt verfangen, als man denkt.

Sie interessieren sich dafür, einen Softstart für einen sanften Anlauf des Sägeblattes nachzurüsten? In diesem Video zum Nachrüsten eines Sanftanlaufes findet man ab Minute 05:45 die Anleitung dazu. Zwar geht es im Video um eine Tischkreissäge, doch die Vorgehensweise sollte bei einer Kappsäge ähnlich sein.

Ein Sanftanlauf macht deshalb Sinn, weil dadurch ein ruckartiges Anlaufen des Sägeblattes vermieden wird (Leistungsbegrenzung). Außerdem verhindert es das Ansprechen eines Leistungsschutzschalters (Sicherungsschalter/LS-Schalter), der die anderen elektrischen Geräte im Haushalt vor Überlastung schützt. Da eine Kappsäge ziemlich viel Watt haben kann, steigt die Stromstärke kurzzeitig stark an, sodass die Sicherung rausfliegt ohne Sanftanlauf.

Was man zum Nachrüsten benötigt:

Diese Umrüstung sollte man jedoch nur vornehmen, wenn man sich im Umgang mit Elektrotechnik sicher ist.

Die Winkelschmiege (auch Stellschmiege) ist ein sehr nützliches Tool im Umgang mit der Kappsäge. Mit ihr kann man unbekannte Winkel von Bauteilen, Wänden und dergleichen nehmen. 

Winkelschmiege Stellschmiege von Festool für Kappsäge

Festool Winkelschmiege

Sie besteht aus zwei Schenkel (siehe Bild), die oftmals sogar das Messen sowohl von Außen- als auch von Innenwinkeln ermöglichen. Nachdem ein Winkel abgenommen wurde, werden die Schenkel der Winkelschmiege über eine Fixierschraube fest arretiert.

Im weiteren Schritt legt man die Winkelschmiege auf den Sägetisch der Kappsäge (genau auf Anschlag). Dann löst man die Fixierung des Drehtisches und dreht diesen soweit nach links oder rechts, bis er auf Anschlag des jeweiligen Schenkels der Winkelschmiege ist.

Mithilfe dieser Vorgehensweise können unbestimmte Winkel sehr einfach auf die Kappsäge übertragen und in der Folge perfekte Gehrungsschnitte durchgeführt werden.

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